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Praxis-Wissensdatenbank

Storytelling-Sessions

Der regelmäßige Austausch von Geschichten von Kunden, Mitarbeitenden und Partnern hilft, die Mission mit realen Arbeitsentscheidungen und dem Beitrag der Teams zu verknüpfen.

Organisation storytelling-sessions
Dokumentationsabschnitte

Was ist das

Storytelling-Sessions sind ein Führungsritual, bei dem die Teilnehmenden reale Geschichten über den Nutzen eines Produkts oder einer Dienstleistung kurz analysieren. Die Praxis schließt die Lücke zwischen der abstrakten Mission und der täglichen Arbeit: Die Mitarbeitenden sehen, wem genau ihr Beitrag hilft und welche Entscheidungen Wert schaffen. Sie funktioniert besser, wenn die Geschichten auf Fakten basieren und nicht nur auf inspirierenden Reden.

Wann es hilft

  • Mitarbeitende kennen die Formulierung der Mission, verknüpfen sie aber nicht mit ihren eigenen Aufgaben.
  • Teams hören selten direktes Feedback von Kunden oder Partnern.
  • Der Stolz auf das Produkt sinkt, wenn der Fokus nur auf Termindruck und Problemen liegt.
  • Führungskräfte möchten den Beitrag der Teams ohne formelle Präsentationen aufzeigen.
  • Neue Mitarbeitende brauchen lange, um zu verstehen, welchen Wert das Unternehmen schafft.

Wie man beginnt

  1. 1 Wählen Sie eine reale Geschichte eines Kunden, eines Mitarbeitenden oder eines Partners aus, in der ein konkretes Ergebnis des Produkts sichtbar wird.
  2. 2 Bestimmen Sie einen Meeting-Verantwortlichen, der den Kontext zusammenstellt und sicherstellt, dass die Geschichte keine vertraulichen Daten enthält.
  3. 3 Führen Sie eine kurze Session mit einer Erzählung, Fragen und einer Diskussion darüber durch, welche Entscheidungen des Teams das Ergebnis beeinflusst haben.
  4. 4 Halten Sie eine Erkenntnis fest: welchen Wert das Unternehmen geschaffen hat und welches Arbeitsverhalten wiederholt werden sollte.
  5. 5 Überprüfen Sie in der nächsten Session, ob neue Geschichten von Teams und Kunden aufgetaucht sind.

Erwartete Wirkung

Teams erhalten eine konkretere Sprache, um über die Mission und den Wert des Produkts zu sprechen. Führungskräften fällt es leichter, Prioritäten mit dem Kundenergebnis zu verknüpfen, und Mitarbeitende können erkennen, wo ihre Arbeit Einfluss auf Kunden und Partner hat.

Häufige Fehler

  • Reale Geschichten durch Werbe-Fallstudien ohne Herausforderungen und Details zu ersetzen.
  • Die Besprechung zu einem Monolog der Führungskraft statt zu einem Gespräch der Teilnehmenden zu machen.
  • Geschichten ohne Bezug zu Entscheidungen, Handlungen und dem Beitrag der Teams zu erzählen.
  • Vertrauliche Kundendaten ohne Erlaubnis zu verwenden.
  • Sessions zu häufig durchzuführen, wenn es keine neuen gehaltvollen Geschichten gibt.

Vertiefende Lektüre

  • Buch: Chip Heath, Dan Heath, Made to Stick
  • Buch: Paul Smith, Lead with a Story
  • Buch: Annette Simmons, The Story Factor
  • Buch: Simon Sinek, Start with Why

FAQ

Wer sollte für diese Praxis verantwortlich sein?

In der Regel startet eine Führungskraft aus dem Fachbereich, HR oder der internen Kommunikation. Wichtig ist, dass der Verantwortliche reale Geschichten finden und Personen einladen kann, die den Kontext kennen, und nicht nur solche, die das Ergebnis schön präsentieren.

Kann man ohne externen Moderator starten?

Ja. Für die erste Session reicht es, eine Geschichte auszuwählen, Fakten vorzubereiten, Fragen zum Beitrag der Teams zu stellen und eine Erkenntnis festzuhalten. Ein externer Moderator ist nur bei einem schwierigen Publikum oder einem konfliktträchtigen Thema nötig.

Wie erkennt man, dass die Sessions funktionieren?

Die Teilnehmenden fangen an, selbst Geschichten einzubringen, Entscheidungen häufiger mit dem Kundennutzen zu verknüpfen und konkrete Beispiele in der Diskussion über Prioritäten zu verwenden. Wenn sich nach der Besprechung nichts an der Sprache und den Entscheidungen ändert, sollte das Format vereinfacht werden.

Was tun, wenn Mitarbeitende das Format als Propaganda empfinden?

Entfernen Sie allzu glatte Geschichten und zeigen Sie echte Schwierigkeiten: was unklar war, welche Entscheidungen funktioniert haben, was das Team anders gemacht hat. Das Vertrauen wächst, wenn die Geschichte nach Arbeitsrealität klingt und nicht nach Werbetext.