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Praxis-Wissensdatenbank

Audit digitaler Tools

Ein Audit digitaler Tools hilft zu verstehen, welche Systeme die Arbeit tatsächlich unterstützen und welche Doppelarbeit, unnötige Kosten und Risiken verursachen.

Organisation digital-tool-audit
Dokumentationsabschnitte

Was ist das

Es handelt sich um eine regelmäßige Überprüfung der genutzten Programme, Dienste, Zugriffe und Integrationen. Das Team bewertet Nutzen, Sicherheit, Benutzerfreundlichkeit, Kosten und Überschneidungen der Funktionen. Diese Praxis verhindert, dass die Infrastruktur willkürlich wächst: verschiedene Abteilungen kaufen ähnliche Tools, Daten verteilen sich über Systeme und Mitarbeitende verschwenden Zeit mit der Suche nach dem richtigen Arbeitsort.

Wann es hilft

  • Mitarbeitende nutzen mehrere Dienste für dieselbe Aufgabe und verstehen nicht, wo die aktuellen Informationen liegen.
  • Die Ausgaben für Abonnements steigen, aber der Budgetverantwortliche sieht nicht, welche Tools wirklich benötigt werden.
  • Neue Mitarbeitende brauchen lange, um Zugriffe zu sammeln, und erhalten widersprüchliche Anweisungen zu den Arbeitssystemen.
  • Teams beschweren sich über langsame Abläufe aufgrund manueller Datenübertragungen zwischen Diensten.
  • Nach der Einführung neuer Tools bleiben alte Systeme ohne nachvollziehbaren Grund in Betrieb.

Wie man beginnt

  1. 1 Erstellen Sie eine Liste aller von Teams genutzten Arbeitsdienste, Abonnements und internen Systeme.
  2. 2 Bestimmen Sie für jedes Tool einen Verantwortlichen: wer bezahlt, Zugriffe verwaltet und über die weitere Nutzung entscheidet.
  3. 3 Führen Sie eine kurze Umfrage unter den Nutzern durch: zu Nutzen, Benutzerfreundlichkeit, Nutzungshäufigkeit und Problemen jedes wichtigen Tools.
  4. 4 Kennzeichnen Sie doppelte Funktionen, unnötige manuelle Datenübertragungen und Tools ohne aktiven Verantwortlichen.
  5. 5 Stimmen Sie erste Entscheidungen ab: was beibehalten, was zusammenführen, wo Zugriffe einschränken und welche Regeln für die Tool-Auswahl festgehalten werden.

Erwartete Wirkung

Die Führungskraft erhält eine klare Übersicht der digitalen Umgebung: welche Tools die Arbeit unterstützen, wo unnötige Kosten entstehen und wo betriebliche Verzögerungen mit Systemen zusammenhängen. Für Teams wird es einfacher, den richtigen Dienst auszuwählen, Zugriffe anzufordern und Arbeit nicht an verschiedenen Orten zu duplizieren.

Häufige Fehler

  • Nur die Kosten der Abonnements prüfen und nicht auf den Arbeitsnutzen, die Sicherheit und die Auswirkungen auf die Betriebsgeschwindigkeit achten.
  • Ein Tool ohne Plan für die Datenmigration, Benutzerschulung und einen klaren Abschalttermin entfernen.
  • Systeme ohne Verantwortlichen lassen, wodurch Entscheidungen über Zugriffe und Einstellungen erneut zufällig werden.
  • Das Audit nur einmal durchführen und keine Regel für die regelmäßige Überprüfung der digitalen Ausstattung festlegen.

Vertiefende Lektüre

  • Standard: ISO/IEC 27001, Management der Informationssicherheit und Zugriffskontrolle.
  • Dokumentation: ITIL 4, Praktiken für das IT-Asset-Management und Service-Management.
  • Bericht: Flexera, State of ITAM Report zu Praktiken des IT-Asset-Managements.

FAQ

Wer sollte für das Audit verantwortlich sein?

In der Regel startet die IT- oder Betriebsleitung, aber Entscheidungen sollten gemeinsam mit dem Finanzbereich und den Prozessverantwortlichen getroffen werden. Eine Person sammelt die Daten, und die Business-Verantwortlichen bestätigen den Nutzen der Tools.

Kann man ohne externen Berater beginnen?

Ja. Für den ersten Schritt genügen eine Liste der Dienste, Verantwortlichen, Kosten, Nutzer und auffälligen Probleme. Ein Berater ist hilfreich, wenn die Umgebung groß ist, komplexe Integrationen oder hohe Sicherheitsanforderungen bestehen.

Woran erkennt man, dass das Audit funktioniert?

Nach dem Audit hat jedes wichtige Tool einen Verantwortlichen, einen klaren Zweck, eine Zugriffsregelung und eine Entscheidung über die weitere Nutzung. Teams streiten seltener darüber, wo gearbeitet wird, und überflüssige Abonnements sowie doppelte Systeme werden sichtbar.

Was tun, wenn Teams sich gegen die Abschaltung gewohnter Dienste wehren?

Zeigen Sie den Grund für die Entscheidung auf: Doppelarbeit, Risiken, Kosten oder manuelle Arbeit. Geben Sie eine Übergangsfrist, bewahren Sie benötigte Daten auf und benennen Sie eine Person, die die Nutzer beim Wechsel zum ausgewählten Tool unterstützt.